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Allerheiligen / Allerseelen

Im 9.Jahrhundert wurde von Papst Gregor IV, Allerheiligen auf dem 1.November festgelegt. Allerseelen ist als Gedenktag für alle Verstorbenen in der Kirche seit dem 11.Jahrhundert eingeführt. Üblicherweise kommen am Allerheiligentag die Familien zusammen und besuchen gemeinsam die Gräber der Verstorbenen. Die Gräber werden zu diesem Anlass besonders festlich gerichtet. Ein äußeres Zeichen dafür, dass man den Toten gegenüber Ehrfurcht und Respekt zeigt und Ihnen einen angemessenen Platz im Herzen zugesteht.
Im Volksglauben ist überliefert, dass die "Armen Seelen" am Allerseelentag oder in der darauf folgenden Woche (der Seelenwoche) dorthin zurückkehren wo Sie früher gelebt haben.

(Gemälde von Dürer)

Für die Armen Seelen wurden Seelenzöpfe oder Seelenbrezeln aus Hefe- oder Blätterteig gebacken. Die drei Zopfstränge erinnern an die Heilige Dreifaltigkeit und das Ineinanderschlingen symbolisiert die Ewigkeit. In Schwaben ist es bis heute noch üblich, dass Paten für ihre Patenkinder Seelenzöpfe backen.
Allerheiligen gilt kirchenrechtlich als Sammelfest für heilige Märtyrer und alle anderen Heiligen. Der älteste Beleg für Allerheiligen findet sich bei Johannes Chrysostomos für Antiochien im 4.Jahrhundert, dort wird der "Herrentag aller Heiligen" beschrieben.



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