Fronleichnam | Funken  

Fronleichnamprozession

Die Fronleichnamsprozession versinnbildlicht gelebtes Christentum. Am Ende des Osterfestkreises wird Christus in Gestalt einer geweihten Hostie durch die Städte und Gemeinden getragen.
Die Grundelemente für die Prozessionen stammen aus spanischen Prozessionsordnungen aus dem 16.jahrhundert und wurden von Jesuiten in Bayern eingeführt und sind bis heute üblich. So gehören nach wie vor Monstranz, der Baldachin und die "Lebenden Bilder" zu jeder Fronleichnamsprozession. Eröffnet wird die Prozession durch die Ministranten mit einem Vortragkreuz, danach folgen die Schul- und Erstkommunionkinder, denen sich die örtlichen Vereine und Berufsgruppen anschließen. Der Traghimmel oder Baldachin, dem die "Himmelfahne" vorausgeht wird üblicherweise von den Honoratioren getragen und von Fackelträgern flankiert.

Weihrauchschwingende Ministranten begleiten die Monstranz mit dem Allerheiligsten, bevor die Musikkapelle, Frauen und Männer getrennt folgen. Zur prunkvollen Ausgestaltung gehören außerdem Heiligenfiguren, die bei der Prozession mitgetragen werden, sowie Blumenteppiche, die in diffiziler Kleinarbeit hergestellt werden. Nach einer Messe im Freien oder mancherorts auch in der Pfarrkirche bewegt sich der Zug an festlich geschmückten Häusern vorbei, zu den vier am Prozessionsweg aufgebauten Evangelienaltären, an denen kurz angehalten wird.


In Seehausen am Staffelsee im Landkreis Garmisch-Partenkirchen findet eine der bekanntesten Fronleichnamsprozessionen statt. Dort fahren die Gläubigen mit Blumen geschmückten Booten und Kähnen auf dem Staffelsee zu vier Haltepunkten, an denen die Anfänge der Evangelien gelesen werden.



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